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Die Spreewälder Gurkenregatta oder „Es rudert sich schlecht ohne Paddel.“


 

Die Spreewälder Gurkenregatta oder „Es rudert sich schlecht ohne Paddel.“


Leider findet das Drachenbootrennen in Jessern am Kleinen Schwielochsee erst seit dem Jahr 2000 statt. Hätte es diese Veranstaltung nämlich bereits 1999 gegeben, hätte die Europäische Union nach dem legendären „Gurkenkrieg“ neben Gurken und Meerrettich auch diese einmalige Regatta mit der „Verordnung für geographische Angaben und Ursprungsbezeichnungen“ unter besonderen Schutz stellen können. Damit wäre dann die Einmaligkeit und regionale Begrenztheit dieses Ereignisses für immer sichergestellt gewesen. Sind „Spreewälder Gurken“ und das Radeln auf dem „Gurkenradweg“ in der Regel ein vorhersehbarer großer Genuss, ist die Teilnahme an dieser Drachenbootveranstaltung eine nicht unbedingt vorhersehbare Zumutung.

Was ist nun das Besondere daran? Also zunächst sollte man nicht annehmen, dass es sich bei diesem Drachenbootrennen vorrangig um ein sportliches Event handelte. Auf den vornehmlich kommerziellen Aspekt wies ja schon die leider nicht beachtete Tatsache hin, dass kein Sportverein, sondern eine Veranstaltungsagentur Organisator war. Das sollte aber bei weitem nicht heißen, dass die Organisation vorbildlich war, geschweige denn die uneffiziente Durchführung den Verdacht erregen konnte, dass hier auf mehr als 12 Jahre Erfahrung zurückgegriffen werden konnte.

Wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass das 1 Rennen um 9:30 Uhr starten sollte, begann man mit einer fröhlichen Verspätung von mindestens einer halben Stunde. Die Pausen wurden dermaßen gestreckt, damit die Schieß-, Fress- und Saufbuden auf jeden Fall genug Gewinn machen konnten. Daraus resultierende Zeitknappheit ging natürlich zu Lasten der Teilnehmer. Auch die Moderatorin war ganz offensichtlich nicht vom Fach: „Bitte die ausgeliehenen Paddel immer wieder zurückbringen, denn es RUDERT sich schlecht ohne Paddel!“ Die Wettkampfbedingungen änderten sich während der Regatta unvorhersehbar. Interessant, dass die Ausschreibung „mindestens 3 Starts“ garantierte. Gefahren wurden drei Vorläufe, von denen die zwei besten zur Qualifikation für die jeweiligen Finale gewertet wurden. Wurden zu einem Zeitpunkt noch 2 Finalläufe (A & B) angekündigt, waren es zu einem anderen Zeitpunkt 3 Finalläufe (A, B & C). Die größte Überraschung dann nach der überlangen Mittagspause, als den Teamcaptains mitgeteilt wurde, dass aufgrund der Abreise einzelner Teams nur noch die A-Finales ausgetragen würden, alle anderen Finalläufe seien „gestrichen“. Als das dann einzelne Teams reklamierten, wurden sie darauf hingewiesen, dass ihnen mit der Anmeldung nur 3 Starts garantiert seien.

Aufgrund erneuter Reklamation anderer Teilnehmer, die darauf hinwiesen, dass die Abreise einzelner Teilnehmer kein triftiger Grund für die Streichung eines Finales seien, wurde dann ein nicht nachvollziehbarer Zeitverzug als wirklicher Grund angegeben und erneut auf die 3-Starts-Klausel hingewiesen. Anhaltende Proteste beim Veranstalter bewirkten dann immerhin, dass das B-Finale Mixed Sport doch noch ausgetragen wurde, auch wenn durch die frustrierte Abreise weiterer Teams nur noch 2 Teams antreten konnten. Zusatzinfo: Beide Teams hatten knapp 300 Kilometer Autofahrt auf sich genommen, um an diesem „Ereignis“ teilnehmen zu können. Annonciert wurde der Lauf dann aber als „Zwischenlauf“...

Dass man seine Klientel vornehmlich im regionalen Bereich sieht, zeigte weiterhin die Tatsache, dass für den Schwielochsee-Pokal der ortsansässigen Mannschaften sehr wohl noch Zeit blieb!

Konsequenz: Wir fahren da gewiss nie wieder hin und raten allen Sportteams von der Teilnahme ab.

 

Thomas Stabenow

 


 

Saaldorf 2013

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